Mittwoch, 26. April 2017

Thirteen Reasons Why - Kritik

Huhu meine Lieben :)
Hier kommt meine erste Serien "Review". Eher eine Art Kritik und Vergleich zum vorhandenen Buch.

Über die Ferien habe ich die neue Serie "Thirteen Reasons Why" entdeckt. Eine Freundin hat sie mir empfohlen und da ich das Buch dazu, "Tote Mädchen lügen nicht", gelesen hatte, war ich ziemlich gespannt, wie die Regisseure das Buch umgesetzt haben.













Hier eine kleine Zusammenfassung der Handlung:
Clay findet eines Nachmittags nach der Schule ein kleines Päckchen vor seinem Haus, auf dem sein Name steht. Er nimmt es mit hoch und stellt fest, dass in diesem Paket 7 Kassetten liegen. Als er in die erste Kassette reinhört, traut er seinen Ohren nicht. Die Stimme auf den Kassetten gehörte Hannah Baker. Eine Mitschülerin, für die er schwärmte. Ehemalige Mitschülerin, denn Hannah hatte sich vor zwei Wochen umgebracht. Auf diesen 7 Kassetten waren nun die Gründe ihres Selbstmordes erzählt. Jeder Mitschüler, jeder Mensch in ihrem Leben, der ihr einen Grund geliefert hatte, hatte eine eigene Seite auf einer Kassette. Mit den Kassetten wandert Clay nun an die Orte,an die Hannah ihn schickt und hört sich ihre Geschichte an.



Meinung:
Wie schon gesagt, kam 2009 das Buch zu der Serie raus. Ich hatte es damals geschenkt bekommen, war aber mit zwölf Jahren eigentlich noch viel zu jung, um den Ernst dieser Geschichte wirklich zu begreifen. Klar, dass Selbstmord nichts Gutes ist wusste ich da schon, aber richtig mitgenommen wie heute hatte es mich noch nicht. Es war ein gutes Horror Buch für Jugendliche.
Am 31. März wurde die Serie bei Netflix präsentiert und ausgestrahlt.



Clay Jensen

Die Serie fängt an wie das Buch. Clay, der Protagonist, findet das Päckchen mit den Kassetten vor seinem Haus und nimmt sie neugierig mit rein. Dann fängt die eigentliche Story an. Hannah leitet ihn in die Geschichte ein und fängt mit Justin, einem Mitschüler, an. Erst klingt es wie normales Highschool Leben, doch nach und nach stellt sich heraus, wie sehr die Leute sie verletzt hatten. Neben dem Hören ist Clay immer an die in der beiliegenden Karte markierten Orte gereist. Jede Kassette setzt ihm mehr zu und so langsam fängt er an zu verzweifeln. Er fragt sich ständig, was er ihr denn angetan habe, warum er ein Grund für ihren Selbstmord war.
Man springt von Gegenwart zurück zu ihren Erinnerungen und es scheint, als würden sie manchmal verschmelzen.

Hannah Baker


Später stellt sich sogar heraus, dass ein paar der Betroffenen betroffene behaupten, die Kassetten gar nicht gehört zu haben, sondern direkt weiter geschickt hatten. Viele leugneten es und nennen Hannah eine miese Lügnerin, die nur Aufmerksamkeit erhaschen wollte.
Man lernt die versteckten Gesichter der Leute kennen und was sie getan haben.
Alles, was im Buch auch vorkommt.
Was in der Serie neu ist, ist die Bearbeitung des Falles im Gericht. (Sofern ich mich erinnern kann).
Ich möchte jetzt aber nicht unnötig spoilern, vielleicht möchten ein paar unter euch die Serie selbst sehen.

Nun zu meinen Kritikpunkten:
Das Thema Selbstmord an sich finde ich schon sehr heikel. In dieser Serie wird Hannah's Selbstmord meiner Meinung nach auch schon fast als berechtigt dargestellt. Jedem Betroffenen wird der Grund ihrer Tat geliefert.
Außerdem geht es in der Serie manchmal ziemlich chaotisch zu. Die ganzen Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind mir manchmal etwas
zu unstrukturiert abgelaufen, aber nicht immer.
Ein sehr großer und negativer Punkt ist die Selbstmordszene in der letzten Folge. Es ist klar, Hannah Baker hat sich umgebracht, doch dass dazu eine Szene gedreht wurde, hätte ich nicht erwartet und ehrlich gesagt nicht gewollt. Man sieht erschreckend genau, wie sie sich mit den Rasierklingen die Pulsadern aufschneidet und dann langsam in der Badewanne verblutet.
Ich hatte Tränen in den Augen und zum ersten Mal wurde mir schlecht bei einer Serie. Die Szene wirkt so unglaublich realistisch.... Ich persönlich hätte diese Szene einfach weg gelassen. Dazu kommen noch die ganzen Highschool Klischees, die man auch aus anderen Filmen und Serien kennt: Gemeine Cheerleader, Partys mit viel Alkohol, Nerds, die keiner mag und reiche Schnösel, die im Footballteam mitspielen.





Fazit:
An sich finde ich die Serie "Thirteen Reasons Why" sehr gut gemacht und das ganze als Bild zu sehen finde ich sehr interessant. Andererseits sollten die Leute, die durch solch ein Thema vorbelastet sind und selbst solche Gedanken haben, unbedingt die Finger von dieser Serie lassen. Sehr viele Szenen nehmen einen mit und lösen Unwohlsein aus. Ich möchte diese Serie keinesfalls schlecht machen, aber für mich gibt es einige Punkte, die mich sehr stören. Mit dem Thema Suizid wird hier sehr leichtsinnig umgegangen und vor allen Dingen wird hier die Schuld auf die Mitschüler übertragen. An Selbstmord sind keinesfalls (nur) andere Menschen Schuld.
Ich persönlich werde die Serie nicht wieder schauen.





5 von 10 Kassetten~


Hat jemand von euch die Serie gesehen? Teilt mir doch mal eure Meinung mit ^^























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